← Blog
SAP Integration22. September 2026Von Onur Ergur

Auswahl einer Integrationsplattform nach SAP PI/PO

Vergleichen Sie SAP Integration Suite und MDP Integration Platform für die Migration von SAP PI/PO und bestimmen Sie den richtigen Migrationsweg.

Auswahl einer Integrationsplattform nach SAP PI/PO

Die Mainstream Maintenance für SAP Process Orchestration 7.5 endet am 31. Dezember 2027. SAP bietet optional eine Extended Maintenance bis Ende 2030 an. Für Unternehmen, die SAP PI/PO einsetzen, ist dieser Zeitplan weniger ein letzter Termin zum Aufschieben der Migration als vielmehr ein Wendepunkt, an dem die Integrationsarchitektur neu bewertet werden sollte.

Für Unternehmen mit PI/PO lautet die Frage daher nicht mehr nur: „Wohin migrieren wir?“ Zur selben Entscheidung gehört auch, welche Schnittstelle auf welches Zielsystem, in welcher Reihenfolge und mit welchem Neuentwicklungsaufwand migriert wird. Gemeinsam zu betrachten sind die Anbindung von SAP- und Non-SAP-Systemen, der Ausführungsort der Datenverarbeitung, der Umgang mit bestehenden ABAP- und XI-Proxy-Investitionen sowie die Frage, welche Teams Integrationen entwickeln und Fehler bearbeiten.

Die SAP Integration Suite ist die cloudbasierte Integrationsplattform, die SAP für die Zeit nach PI/PO positioniert. Die MDP Integration Platform bietet eine alternative Integrationsplattform, mit der Datenflüsse zwischen SAP und externen Systemen on premise, in der Cloud oder hybrid betrieben werden können. Für manche Unternehmen genügt eine dieser beiden Plattformen. In anderen Umgebungen ist es realistischer, das Integrationsportfolio auf beide Plattformen aufzuteilen.

Warum die PI/PO-Migration mehr als ein Produktwechsel ist

In PI/PO-Umgebungen sammeln sich über die Jahre Hunderte Schnittstellen, Mappings, Adapter, Zertifikate, individuelle Java-Entwicklungen und betriebliche Routinen an. Deshalb beschränkt sich der Migrationsumfang nicht auf Lizenz- oder Installationsentscheidungen. Für jede Schnittstelle sind drei Entscheidungen erforderlich: unverändert migrieren, für die neue Architektur neu gestalten oder außer Betrieb nehmen, wenn sie nicht mehr benötigt wird.

Die Funktion Migration Assessment in der SAP Integration Suite unterstützt dabei, Szenarien im SAP-Process-Orchestration-System zu analysieren und eine technische Migrationsbewertung durchzuführen. Diese Analyse ist ein wichtiger Ausgangspunkt. Für die Wahl der Zielplattform müssen jedoch auch Datenresidenz, Betriebsmodell, Teamkompetenzen, Transaktionsvolumen und lokale Integrationsanforderungen berücksichtigt werden.

Die operativen Kosten eines Verbleibs auf PI/PO

Das näher rückende Ende der Mainstream Maintenance ist der sichtbarste Grund für die Migration. Die im täglichen PI/PO-Betrieb gewachsene operative Belastung beeinflusst die Plattformentscheidung jedoch bereits heute. Auch wenn die bestehende Umgebung weiterläuft, können die folgenden Punkte Kosten und Ressourcenbedarf erhöhen.

  • Nach Ende der Mainstream Maintenance kann eine Extended Maintenance erforderlich werden, ohne dass damit eine dauerhafte Zielarchitektur entsteht.

  • Für Message Monitoring und Fehleranalyse muss zwischen NWA, Message Monitor und technischen Logs gewechselt werden.

  • Fehleranalyse und individuelle Entwicklungen sind von spezialisierten SAP-Integrationsressourcen abhängig.

  • Kapazitätserweiterungen erfordern Infrastrukturplanung; Updates müssen als separate Projekte gesteuert werden.

Das bedeutet nicht, dass jede funktionierende PI/PO-Umgebung sofort abgeschaltet werden muss. Es zeigt vielmehr, welche Wartungs-, Infrastruktur- und Betriebsaufwände bei einer Verschiebung der Migration fortbestehen und transparent gemacht werden sollten.

6 Kriterien für die Auswahl einer Integrationsplattform

1. Wie viel der bestehenden Integrationsinvestitionen lässt sich erhalten?

Die Migrationskosten werden häufig stärker durch den Neuentwicklungsaufwand als durch den Plattformpreis bestimmt. Ohne eine Bestandsaufnahme von XI Proxies, WSDLs, IDocs, RFCs, SOAP-Schnittstellen, individuellen Mappings und Java-Code ist kein belastbarer Vergleich möglich. Wenn insbesondere die bestehende Schnittstellenmethodik auf SAP-Seite erhalten bleiben soll, muss geprüft werden, wie die Zielplattform mit XI Proxies und WSDL-Artefakten umgeht.

2. Wo sollen die Daten verarbeitet werden?

Unternehmen mit einer Cloud-first-Strategie haben andere Anforderungen als Unternehmen, die Daten im eigenen Rechenzentrum halten müssen. Regulierung, Datensouveränität, Netzwerklatenz und Anforderungen an abgeschottete Netzwerke beeinflussen, ob die Runtime in der Cloud, im Unternehmen oder in beiden Umgebungen positioniert wird.

3. Ist das Integrationsportfolio stark SAP-geprägt?

In Umgebungen mit einer hohen Dichte an SAP S/4HANA, SuccessFactors, Ariba und weiteren SAP-Cloud-Services ist die vorkonfigurierte Nähe zum SAP-Ökosystem ein wichtiger Vorteil. Bei zahlreichen Verbindungen zu Banken, Logistikdienstleistern, Automotive-EDI-Netzwerken, IoT-Geräten oder verschiedenen Cloud-Anbietern können dagegen Adapterabdeckung und branchenspezifische vorkonfigurierte Pakete ausschlaggebender sein.

4. Wer entwickelt die Integrationsflüsse?

In PI/PO liegt die Entwicklung meist bei spezialisierten Integrationsteams. Bei der Wahl einer neuen Plattform sollte geklärt werden, für welche Benutzerprofile Funktionen wie webbasierte Modellierung, Drag-and-drop-Werkzeuge, Vorlagen und KI-gestützte Flow-Erstellung geöffnet werden. Ein Low-Code-Ansatz hebt den Governance-Bedarf nicht auf: Berechtigungen, Versionierung, Tests und Go-live-Standards müssen weiterhin zentral gesteuert werden.

5. Wie funktionieren Monitoring und Fehlerbehandlung?

Eine der spürbarsten Veränderungen nach der Migration betrifft das Monitoring. PI/PO-Teams sind an NWA, Message Monitor und technische Logs gewöhnt. In der neuen Plattform wirken sich die Transparenz über durchlaufene Schritte, die Anzeige von Ein- und Ausgangsdaten, Retry-Mechanismen, Alerts und Zertifikatsüberwachung unmittelbar auf den täglichen Betrieb aus.

6. Wie verändert sich das kommerzielle Modell mit dem Transaktionsvolumen?

Ein Lizenzvergleich darf nicht nur auf den Einstiegskosten basieren. Nachrichtenvolumen, Anzahl der Tenants und Umgebungen, Zusatzkomponenten, Infrastrukturbetrieb, Beratungsbedarf und Supportumfang gehören in die Total-Cost-of-Ownership-Betrachtung. In schnell wachsenden Umgebungen sollte außerdem modelliert werden, wie sich die Kosten bei steigender Nutzung entwickeln.

Vergleich von SAP Integration Suite und MDP Integration Platform

Die folgende Tabelle soll keinen pauschalen Gewinner bestimmen. Sie zeigt, welche Option unter unterschiedlichen Unternehmensbedingungen in den Vordergrund rückt.

Kriterium

SAP Integration Suite

MDP Integration Platform

Gemeinsames Betriebsmodell

Grundpositionierung

Cloudbasierte Integrationsservices auf SAP BTP

Hybride Integrationsplattform für SAP- und Non-SAP-Systeme

Das Integrationsportfolio wird abhängig vom Workload auf beide Plattformen verteilt.

Bereitstellungsmodell

SAP-BTP-Service; Runtime in unterstützten Szenarien mit Edge Integration Cell in der Unternehmensumgebung

On-Premise-, Cloud- oder Hybridbereitstellung

Cloud-Flows laufen in der SAP Integration Suite. Flows mit Anforderungen an Datenresidenz oder lokale Pakete laufen über die MDP Integration Platform.

SAP-Ökosystem

Offizielle Zielplattform von SAP mit enger Anbindung an SAP-Inhalte und Migrationswerkzeuge

SAP-Verbindungen wie SAP RFC, OData und SOAP sowie XI-Proxy-Szenarien

SAP Integration Suite für SAP-Cloud-Services; MDP Integration Platform für individuelle und lokale Verbindungen

Bestehende XI-Proxy-Artefakte

Je nach Szenario können eine Bewertung und Neugestaltung erforderlich sein.

Anzeige des PI/PO-Schnittstellenbestands, Zugriff auf WSDL-Definitionen, Nachverfolgung von Verwendungsstellen und Flow-Erstellung aus einer Schnittstelle

Proxy-basierte Flows können in der MDP Integration Platform betrieben werden, während andere Flows schrittweise migriert werden.

Flow-Entwicklung

Webbasiertes iFlow-Design, vorkonfigurierte SAP-Inhalte und Low-Code-Werkzeuge

Drag-and-drop-Design, Flow-Erstellung in natürlicher Sprache und KI-gestützte Bearbeitung

Die Aufgaben werden abhängig von Plattformkompetenz und Szenariotyp verteilt.

Monitoring

Message Processing Log, iFlow-Ausführung und SAP-Monitoring-Services

Node-basiertes visuelles Monitoring, Ein- und Ausgangsnachrichten, AI Monitoring und Health Check

Für beide Plattformen müssen gemeinsame Monitoring- und Betriebsstandards definiert werden.

API-Management

Funktionen von SAP API Management

IP-Beschränkungen, Benutzerberechtigungen, Rate Limits und Volume Limits

API-Verantwortung und Policy Management müssen klar zwischen beiden Plattformen aufgeteilt werden.

Vorkonfigurierte Inhalte

SAP- und Drittanbieterinhalte im SAP Business Accelerator Hub

Vorkonfigurierte Pakete für Banken, Logistik und Automotive EDI sowie ein breiter Adapterkatalog

Globale SAP-Inhalte und lokale Integrationspakete werden entsprechend den Anforderungen gemeinsam genutzt.

Besonders geeignet, wenn

SAP BTP und die Cloud-Strategie eine zentrale Rolle spielen

On-Premise- oder Hybridbetrieb, lokale Pakete, visuelles Monitoring und bestehende XI-Proxy-Artefakte wichtig sind

Eine einzelne Plattform nicht alle technischen, betrieblichen und kommerziellen Anforderungen des Integrationsportfolios erfüllt

Wann spielt die SAP Integration Suite ihre Stärken aus?

Die SAP Integration Suite ist eine naheliegende Option für Unternehmen, die SAP BTP ins Zentrum ihrer Integrationsstrategie stellen und intensiv mit cloudbasierten SAP-Anwendungen arbeiten. Die offizielle Migrationsrichtung von SAP, Werkzeuge wie Migration Assessment und die vorkonfigurierten Inhalte im SAP Business Accelerator Hub leisten einen direkten Beitrag zur Migrationsplanung.

Auch Anforderungen an API-Management, Event-driven Architecture, B2B-Integration und die Zusammenarbeit mit einem breiten Spektrum an SAP-Services stärken diese Option. Dennoch sollte nicht davon ausgegangen werden, dass jedes PI/PO-Objekt eine direkte Entsprechung besitzt. Individuelle Java-Mappings, Adaptermodule, ccBPM-Prozesse und etablierte Monitoring-Routinen müssen auf Schnittstellenebene geprüft werden.

Wann spielt die MDP Integration Platform ihre Stärken aus?

Die MDP Integration Platform ist eine relevante Option für Unternehmen, die ihre Runtime im eigenen Rechenzentrum betreiben möchten, Cloud- und On-Premise-Systeme gemeinsam nutzen oder eine große Vielfalt an Non-SAP-Verbindungen haben. On-Premise-, Cloud- und Hybridbereitstellungen schaffen Flexibilität entsprechend der Datenresidenz und Netzwerkarchitektur.

Bei der Migration von PI/PO ist insbesondere die XI-Proxy-Ansicht relevant. Die Plattform bietet Funktionen zur Anzeige des PI/PO-Schnittstellenbestands, zum Zugriff auf WSDL-Definitionen, zur Nachverfolgung von Verwendungsstellen und zur Erstellung eines Integrationsflusses aus einer ausgewählten Schnittstelle. Vor allem bei der Analyse bestehender Proxy-Investitionen auf SAP-Seite bilden diese Funktionen einen konkreten Ausgangspunkt.

Weitere relevante Funktionen der Plattform für eine PI/PO-Migration sind:

  • Near-Zero-Code-Oberfläche mit Drag-and-drop sowie AI Flow zur Erstellung von Integrationsflüssen in natürlicher Sprache

  • Visuelles Monitoring, das die durchlaufenen Nodes sowie Ein- und Ausgangsdaten und Transformationsdetails jedes Schrittes in einem Panel darstellt

  • AI Monitoring zur Analyse von Fehlerursachen, Ausgabe von Lösungsvorschlägen sowie Überwachung von Zertifikaten und Systemzustand

  • Adapterkatalog für Anwendungen und Protokolle wie AWS, Azure, Salesforce, MongoDB, Kafka, RabbitMQ, MQTT, SAP RFC, OData, AS2, OFTP2, SFTP und OPC UA

  • Vorkonfigurierte Pakete für Bank-, Logistik- und Automotive-EDI-Verbindungen mit dem Ziel,

  • API Management für IP-Beschränkung, Benutzerberechtigungen, Rate Limits und Volume Limits an einem zentralen Punkt

  • Ein in den Produktunterlagen mit unbegrenzter Nachrichtenübertragung beschriebenes kommerzielles Modell, das bei steigendem Transaktionsvolumen auf planbare Kosten abzielt

Die Health-Check-Ansicht bündelt zudem CPU, RAM, Festplatte, Latenz und Antwortzeiten der Komponenten. Damit umfasst die Plattformbewertung neben der Entwicklungsgeschwindigkeit auch die Frage, wie die Produktivumgebung überwacht und betrieben wird.

Können beide Plattformen gemeinsam eingesetzt werden?

Ja. Ein Ausstiegsplan aus PI/PO muss nicht jede Schnittstelle auf eine einzige Zielplattform migrieren. Das Integrationsportfolio kann nach Workload-Typ aufgeteilt werden. Datenflüsse mit enger Anbindung an SAP-Cloud-Anwendungen und SAP-BTP-Services können in die SAP Integration Suite überführt werden. Datenflüsse mit Anforderungen an Datenresidenz, lokale Pakete, bestehende XI-Proxy-Strukturen oder On-Premise-Betrieb können über die MDP Integration Platform laufen.

Dieses Modell schafft Flexibilität. Ohne ein definiertes Governance-Modell können jedoch zwei unterschiedliche Standards, zwei Monitoring-Oberflächen und fragmentierte Verantwortlichkeiten entstehen. Gemeinsame Namenskonventionen, ein zentraler Schnittstellenkatalog, Sicherheitsrichtlinien, Fehlerklassifizierungen und betriebliche Zuständigkeiten sollten vor Beginn der Migration festgelegt werden.

Praktische Roadmap für die PI/PO-Migration

  1. Bestand erfassen. Dokumentieren Sie alle Schnittstellen, Adapter, Mappings, Zertifikate, Endpoints, Nachrichtenvolumen und Abhängigkeiten. Kennzeichnen Sie inaktive Flows gesondert.

  2. Schnittstellen klassifizieren. Ordnen Sie jeden Flow einer der Optionen „unverändert migrieren“, „neu gestalten“ oder „außer Betrieb nehmen“ zu.

  3. Entscheidungskriterien gewichten. Legen Sie unternehmensspezifische Gewichtungen für Datenresidenz, SAP-Kompatibilität, Transaktionsvolumen, Teamkompetenzen, Monitoring und den Bedarf an vorkonfigurierten Paketen fest.

  4. Aussagekräftigen Pilot auswählen. Testen Sie neben einem einfachen Flow mindestens ein kritisches Szenario mit Mapping, Fehlerbehandlung, hohem Volumen oder Proxy-Nutzung.

  5. Parallelbetrieb und Ergebnisvergleich durchführen. Verarbeiten Sie dieselben Nachrichten auf Quell- und Zielplattform und vergleichen Sie Ergebnisse, Laufzeiten, Fehlerverhalten und Nachvollziehbarkeit.

  6. In Wellen migrieren. Bilden Sie Migrationsgruppen nach Geschäftsbereich, technischen Abhängigkeiten und Kritikalität. Definieren Sie für jede Welle einen Rollback-Plan und einen Monitoring-Zeitraum nach dem Go-live.

Häufige Fehler in der Migrationsplanung

  • Die Plattformentscheidung ausschließlich am Jahr 2027 auszurichten und kein Zielbetriebsmodell zu definieren

  • Alle Schnittstellen als technisch zu migrierende Objekte zu behandeln, ohne nicht mehr verwendete Flows auszusortieren

  • Bei der Prüfung der Mapping- und Adapterkompatibilität Monitoring, Retry-Mechanismen und Zertifikatsmanagement auszuklammern

  • Nur Lizenzkosten zu vergleichen und Infrastruktur, Beratung, Betrieb sowie Kosten durch steigendes Nachrichtenvolumen nicht einzubeziehen

  • Im Pilotprojekt nur einfache Szenarien auszuwählen und risikoreiche Flows bis zum Ende der Migration aufzuschieben

Warum Sie nicht bis 2027 warten sollten

Der 31. Dezember 2027 ist das Ende des Wartungszeitraums – nicht der Starttermin für das Migrationsprojekt. Validierung des Schnittstellenbestands, Auswahl der Zielplattform, Neugestaltung individueller Entwicklungen, Pilotierung, Parallelbetrieb und Migrationswellen sind separate Phasen, die vorher abgeschlossen werden müssen.

Früh zu beginnen bedeutet nicht, alle Schnittstellen sofort zu migrieren. Ein aussagekräftiger Pilot schafft zunächst die Grundlage, um die Zielarchitektur zu validieren und anschließend schrittweise nach Geschäftsbereich und technischen Abhängigkeiten vorzugehen. Je näher der Stichtag rückt, desto enger wird dagegen der Zeitrahmen für dieselben Analysen und Tests.

Die passende Plattform wird nicht anhand eines einzelnen technischen Merkmals ausgewählt

Für den Ausstieg aus SAP PI/PO gibt es keine universelle Zielarchitektur. Die SAP Integration Suite ist eine starke Option für Unternehmen mit enger Ausrichtung auf die Cloud- und BTP-Strategie von SAP. Die MDP Integration Platform rückt bei Anforderungen an hybride Bereitstellung, lokale Integrationspakete, visuelles Monitoring, KI-gestützten Betrieb und die Bewertung bestehender XI-Proxy-Artefakte in den Vordergrund. Bei großen Portfolios mit unterschiedlichen Anforderungen kann auch der gemeinsame Einsatz beider Plattformen eine geeignete Architekturentscheidung sein.

Eine belastbare Entscheidung basiert nicht auf einer Produktliste, sondern auf dem tatsächlichen Schnittstellenbestand. Bewerten Sie Schnittstellentypen, Nachrichtenvolumen, individuelle Entwicklungen und betriebliche Erwartungen Ihrer bestehenden PI/PO-Umgebung gemeinsam, um für jeden Flow das passende Ziel zu bestimmen.

CTA-Vorschlag: Planen Sie eine 45-minütige technische Bewertung Ihrer PI/PO-Umgebung. Auf Grundlage Ihres bestehenden Schnittstellenbestands vergleichen wir gemeinsam die SAP Integration Suite, die MDP Integration Platform und hybride Modelle.

Häufig gestellte Fragen

Wann endet der Support für SAP PI/PO?

Nach dem aktuell veröffentlichten Zeitplan von SAP endet die Mainstream Maintenance für SAP Process Orchestration im Rahmen von SAP NetWeaver 7.5 Ende 2027. Eine optionale Extended Maintenance wird bis Ende 2030 angeboten. Vertragliche und produktspezifische Bedingungen sollten mit dem zuständigen SAP-Account-Team geprüft werden.

Muss jedes Unternehmen mit PI/PO zur SAP Integration Suite wechseln?

Die SAP Integration Suite ist die offizielle Migrationsrichtung von SAP. Die Zielarchitektur sollte jedoch gemeinsam mit Datenresidenz, Non-SAP-Systemen, bestehenden Investitionen, kommerziellem Modell und betrieblichen Anforderungen des Unternehmens bewertet werden. Für manche Portfolios kann eine andere Integrationsplattform oder ein hybrides Modell geeigneter sein.

Kann die MDP Integration Platform on premise betrieben werden?

Ja. Die MDP Integration Platform kann im eigenen Rechenzentrum, in der Cloud oder in einer hybriden Kombination beider Umgebungen bereitgestellt werden.

Können PI/PO-Schnittstellen automatisch migriert werden?

Die Migrierbarkeit hängt vom Schnittstellentyp ab. Für Standardadapter und Mappings können Migrationswerkzeuge eingesetzt werden. Individueller Java-Code, Adaptermodule und Prozessorchestrierungen können eine Neuentwicklung erfordern. Der Automatisierungsgrad lässt sich daher erst nach Analyse des Schnittstellenbestands bestimmen.

Autor

Onur Ergur

Product Manager

LinkedIn-Profil

Sprechen Sie mit uns über Ihr Projekt.

Sprechen Sie mit unseren SAP-Experten über Ihre Anforderungen.

Kontakt aufnehmen